Rückblick auf das Schuljahr 2009/2010: November 2009


04.12.2009: Krimi-Lektüre bringt Wissensvorsprung im Lateinunterricht!

Auszug aus einem Interview der Süddeutschen Zeitung mit dem Autor Robert Harris über sein neues Buch "TITAN" - zu lesen auch in der englischen Version unter dem Titel "LUSTRUM"

SZ: Mister Harris, Sie haben sich zum zweiten Mal in Folge mit Cicero beschäftigt. Was ist so faszinierend an dem Mann, den wir heute vor allem als guten Redner kennen?
Harris:
Er ist einfach zu verstehen, ein Römer und doch ein moderner Mensch. Wenn man über ihn schreibt, vermindert sich die Distanz zwischen uns und den Römern sehr schnell. Er kam aus kleinen Verhältnissen und hat es bis ganz nach oben geschafft, er war kein Militarist, er war nicht grausam. Er verteidigte lieber als anzugreifen, und er versuchte, die Demokratie am Leben zu erhalten.

Das klingt alles so positiv, aber in Ihrem Buch ist er eine sehr widersprüchliche Figur; er liebt die Macht, er ist korrupt, und er tut alles, um an der Macht zu bleiben. Ist auch das "modern"?
Das ist die Natur der Politik, oder? Man kann dabei nicht sauber bleiben. Politik ist immer die Wahl zwischen zwei Übeln. Man versucht, im besten Falle, das geringere der zwei Übel zu wählen. Doch ja: Er war ein Mensch mit zwei Gesichtern - aber sind wir das nicht alle?

Am Ende unterliegt er, aber er gibt nicht auf. Macht ihn auch das zu einem modernen Helden, einem Supermann?
Er ist in diesem Sinne ein echter Politiker - die meisten wollen nicht aufgeben und machen immer weiter.


Sie gehen immer wieder in die Antike zurück, zweimal mit Cicero, einmal mit "Pompeji". Warum sind historische Stoffe in Büchern und im Fernsehen so populär, genauso wie es plötzlich wieder schick ist, Latein oder Griechisch zu lernen? Ist das eine falsch verstandene Idealisierung der guten alten Zeit?
Leser lieben es, in eine fremde Welt geführt zu werden. Außerdem sind die alten Zeiten faszinierend, weil sie unsere neue Zeit in einen Kontext setzen - schließlich gibt es den fatalen Hang, zu glauben, wir hätten alles erfunden, wir seien die ersten Menschen - als lebten wir in einer Blase. Wenn man sich aber auf diese Art der Literatur einlässt, wird einem bewusst, dass wir mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie zahllose Generationen zuvor. Und warum Latein und Griechisch wieder populär sind? Weil es derzeit eine einzige Supermacht gibt, weil die USA die Welt dominieren und deshalb der Blick auf alte Supermächte wieder relevant wird.

Jedermann scheint Ihre Bücher als Parabel für die moderne Politik zu lesen: Macht ist alles, Moral ein schlechter Witz, Korruption überall, und Politiker streben nur nach dem eigenen Vorteil. Ist die Welt so schlecht?
Im Gegenteil, meine Bücher sind gedacht als Feier der politischen Kunst. Sie handeln von wunderbaren Reden, zeigen, wie faszinierend Wahlen sein können, erzählen von besonders aufregenden Menschen. Cicero versucht, das Richtige zu tun - nicht immer natürlich, denn er ist kein Heiliger. Ich versuche, Politik als großes Spiel zu zeigen und zu erklären, warum manche Menschen es spielen wollen.

Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490871
Bibliographische Daten: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=169172&frm=false&fbm=false

26.11.2009: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung:
Grundstein für Erweiterung der Wald-Oberschule in Charlottenburg gelegt
Charlottenburg-Wilmersdorf erhält aus dem Konjunkturprogramm II (K II) für insgesamt acht Projekte rund 12,4 Millionen Euro

Staatssekretärin Claudia Zinke, die Bezirksstadträte Reinhard Naumann und Klaus-Dieter Gröhler und Schulleiter Wolfgang Ismer haben heute gemeinsam den Grundstein für den naturwissenschaftlichen Erweiterungsbau der Wald-Oberschule in Charlottenburg gelegt. Das neue Gebäude schließt alle Funktionen für den Unterricht ein und gewährleistet durch die Art der Bebauung, dass die Energiekosten deutlich gesenkt werden. "Hier kommen die Mittel optimal zum Einsatz. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf erhält aus dem Konjunkturprogramm II für insgesamt acht Projekte 12.350.000 Euro, mit denen er viel Gutes für seine Schulen tun kann", sagte Claudia Zinke.

Zusätzlich zum Neubau werden derzeit Umbaumaßnahmen im Bestand in der Wald-Oberschule durchgeführt. Charlottenburg-Wilmersdorf nehme bei der Umsetzung der K-II-Maßnahmen einen Spitzenplatz in Berlin ein, betonte Zinke.

Im nächsten Jahr feiert die Schule ihr 100-jähriges Bestehen. Es ist geplant, dass im Rahmen des Jubiläums das Richtfest für den Erweiterungsbau gefeiert werden kann.

25.11.2009: Ein (möglicherweise) unbedeutender Tag für die Menschheit, aber ein großer Tag für die Wald-Oberschule!
Wie oft im Leben erlebt man eine Grundsteinlegung?
Einmal, zweimal - öfter wohl nicht (es sei den, man ist Architekt!).

Heute wurde der Grundstein für das neue naturwissenschaftliche Gebäude gelegt, den Trakt für die Biologie. Was im Bezirk und darüber hinaus Rang und Namen hat, durfte in der strahlenden Mittagssonne erleben, wie ein Gebäude Kiel gelegt wird. Bezirksstadtrat Gröhler begrüßte Kolleginnen und Kollegen aus der Politik, allen voran Staatssekretärin Zinke und Vertreter aus dem Landesparlament, seinen Stadtratskollegen Naumann, Schulleiter Wolfgang Ismer, den Architekten, Vertreter aus den Verwaltungen des Senats und Bezirks, einige Lehrer/innen und Schüler/innen der Waldschule, den Vorsitzenden der GEV und viele andere.

Diese Grundsteinlegung ist der - wie Wolfgang Ismer betonte - seit 27 Jahren erwartete Baubeginn eines naturwissenschaftlichen Gebäudes, das eine Ausstattung aufweisen wird, die auf der Höhe der Zeit ist und für alle Klassen und Kurse, die naturwissenschaftlichen Unterricht erfahren, auch der erforderlichen Platz bietet. Bezirksstadtrat Gröhler betonte, das ein Sechstel der dem Bezirk zustehenden Mittel in diesen Bau fließen, nämlich zwei Millionen Euro. Bezirksstadtrat Naumann hob hervor, dass die Region Charlottenburg-Wilmersdorf zu ihren elf Gymnasien stehe und sie auf hohem Niveau weiterführen wolle, zumal der Zustrom aus Spandau, aber auch aus anderen Bezirken beträchtlich sei und die drei benachbarten Gymnasien bei Eltern und Schülerschaft sehr begehrt seien. Staatssekretärin Zinke schlug den Bogen zur Einhundertjahrfeier der Waldschule im Juni 2010 und meinte, dass die Feier des Richtfest in dieser Zeit ein schöner Teil der Feierlichkeiten sein könne.

In den Grundstein wurden als Zeitzeugnissen zwei Tageszeitungen, Baupläne, die derzeit gebräuchlichen Münzen und ein Bezirkswappen als symbolischen Gegenständen gefüllt. Dies nennt man Legung einer Zeitkapsel. Architekt und Polier deckten mit einer Platte den Hohlraum für die Kapsel ab. Mit dem Grundsteinhammer wurde die Platte fest gemacht und gute Wünsche für einen zügigen und unfallfreien Fortgang des Baus sowie Wünsche für eine produktive und kreative Nutzung des Gebäudes ausgesprochen.

In sehr vielen Gesprächen, die an einem kleinen Büffet im demnächst fertig werdenden Nachbargebäude weiter geführt wurden, wurden Kontakte gepflegt, Absprachen für weitere Planungen getroffen und manches zur positiven weiteren Entwicklung der Schule fest vereinbart.

24.11.2009: Seit heute steht eine schön geschmückte Tanne in der Aula und weist darauf hin, dass Weihnachten nicht mehr weit ist.

23.11.2009: Die BZ berichtet im Kiez-Ticker:
23. November 2009 21.50 Uhr, BZ

Westend - Am 25. November, 11.30 Uhr, wird von Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) der Grundstein für den Erweiterungsbau des Gebäudes der Naturwissenschaften in der Wald-Oberschule (Waldschulallee 95) gelegt. Die Mittel stammen aus dem Konjunkturprogramm II.

23.11.2009: Das Jubiläum wirft seine Schatten voraus. Hier wird schon mal geübt. Fotoproduktion zum 100. Geburtstag der Waldschule im kommenden Juni/Juli.

23.11.2009: Zwei große LKWs mit neuen Möbeln für die Naturwissenschaften sind heute eingetroffen. Die Baufortschritte im völlig entkernten und rekonstruierten "alten" Trakt sind bemerkenswert: die Böden sind verlegt, die Wände gestrichen, die Montage der Beleuchtung fehlt noch und dann kann es fast schon ans Einrichten gehen. Für den "neuen" Trakt ist am Mittwoch Grundsteinlegung.

20.11.2009: Aus einer Pressenotiz der Senatsbildungsverwaltung: ... Zusammen mit der Sarah-Wiener-Stiftung werden ferner von der AOK Seminare für weiterführende Schulen angeboten, bei denen Lehrer und Erzieher von Schulen mit einer eigenen Küche weitergebildet werden. Kinder erfahren anschließend in Koch- und Ernährungskursen mit viel Spaß und Genuss gesundheitliche Prävention durch gesunde Ernährung, Selbstbestimmung, feinmotorische Schulung, soziales Miteinander und Teamwork. Auch die Anlage von Schulgärten wird unterstützt. Speziell für Gymnasien, die nicht über Küchen verfügen, wurde für den Wettbewerb das Modul "Kluger Konsum" modifiziert.

20.11.2009: Schülerinnen und Schüler der Klasse 8h4 haben sich den Hirsch in den Klassenraum geholt, wenn sie denn schon im Hirschhaus lernen und arbeiten.

19.11.2009: 2. Sitzung der Schulkonferenz um 16.00 Uhr im Lehrerzimmer. Vorläufige Tagesordnung: Sponsorenlauf, Bericht und Würdigung / Projekt zur politischen Bildung (Vorstellung durch Richard Becker) / Bericht aus der AG Schulklima / Änderung der AV Schulpflicht / Weihnachtsbasar / Verschiedenes / Wald-Oberschule. DER FILM (Gast: Carola Hameder).

19.11.2009: 1. Fachkonferenz Geografie (Oberstufengebäude R 27) - weitere Termine: 04.03.2010 und 03.06.2010

19.11. 2009: Verbindliche Festlegungen des Themas für die Präsentationsprüfungen

19.11.2009: Wenn alle Schüler und Lehrer ihren Job so optimal machen würden, wie die LKW-Fahrer, die mit ihrem fünf- und sechsachsigen LKWs rückwärts durchs schmale Schultor rangieren müssen. Jedenfalls werden momentan Hunderte von Tonnen Sand angeliefert, um den Grund baufertig zu machen, auf dem das neue naturwissenschaftliche Gebäude entstehen und demnächst die Grundsteinlegung stattfinden wird.

17.11.2009, 15.30 Uhr im Kleinen Lehrerzimmer: AG Schulklima (Leitung: Anja Köhler)

17.11.2009: Die Schule ist momentan an allen Ecken und Enden Baustelle: beispielsweise werden im Oberstufengebäude die Toiletten erneuert. Man sieht, es geht zügig voran!

16.11.2009: Regelungen zur Unterrichtsorganisation für den Buß- und Bettag 2009 am Mittwoch dem 18. November für die Klassen 7 bis 10 sowie die Jahrgänge 11 bis 13:
Schreiben der Schulleitung vom 13.11.2009 (pdf)

Information der Bildungsverwaltung:
Für evangelische Schülerinnen und Schüler besteht künftig am Reformationstag (31. Oktober) und am Buß- und Bettag keine Verpflichtung zum Schulbesuch. Das betrifft schon den diesjährigen Buß- und Bettag am 18.11.2009. Außerdem wird am Epiphaniasfest (6. Januar) auf Antrag eine zweistündige Unterrichtsbefreiung zum Besuch der Kirche gewährt. Diese Regelung wurde aus Gründen der Gleichbehandlung der Konfessionen getroffen. Ihre Inanspruchnahme ist freiwillig. Die Erziehungsberechtigten bzw. die mindestens 14 Jahre alten, religionsmündigen Schüler können sich auch an diesen Tagen für den Schulbesuch entscheiden. Die jeweilige Entscheidung sollte zweckmäßigerweise der Schule mitgeteilt werden.

15.11.2009: Vier Lateinlehrer/innen der Wald-Oberschule nahmen am gestrigen Samstag an einer ganztägigen Fortbildungsveranstaltung im Treffpunkt Klett teil. "Portfolioarbeit im Lateinunterricht - Ein praktischer Beitrag zum nachhaltigen Lernen" lautete das Thema, das StD Peter Petersen, Fachbereichsleiter für Latein an der Kieler Gelehrtenschule, theoretisch fundiert, mit viel Anschauungsmaterial und spannend vorgetragenen eigenen Erfahrungen vorstellte. Dr. Josef Rabl, Lehrer an der WOS, hatte diese Tagung in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag vorbereitet und durchgeführt, die mit 95 Teilnehmern aus Berlin und Brandenburg außerordentlich gut besucht war.

12.11.2009: Ausgesprochen schöne Fotos haben die Schülerinnen und Schüler des LK Latein von ihrer Exkursion nach Athen mitgebracht. Die einzelnen Perspektiven lassen das umfangreiche Besichtigungsprogramm bei Tag (bei 31 Grad!) und Nacht rekonstruieren, das sie zu den bedeutendsten antiken Sehenswürdigkeiten im Zentrum, aber auch nach Kap Sounion geführt hat. Der detaillierte Reisebericht ist noch in Arbeit; er wird sicherlich Teil der Festschrift zum 100. Geburtstag der Waldschule.

11.11.2009: Der heutige Tag gilt gemeinhin als "Beginn der närrischen Zeit". Grund genug, drei Fotos aus dem Jahr 1949 zu bringen, die "närrische Zeitgenossen" an der damaligen Waldschule zeigen. Uwe Peters, ehemaliger Waldschüler, hat sie mir kürzlich zugeschickt. Herzlichen Dank für diesen Blick in die Schulgeschichte!

11.11.2009: Der Wandertag nutzte die Klasse 8e2 mit ihrer Physik- und Chemielehrerin Andrea Heß, um im Science Center SPECTRUM in unmittelbarer Nachbarschaft des Deutschen Technikmuseums physikalische Experimente durchzuführen. Wegen des Um- und Neubaus der naturwissenschaftlichen Gebäude ist experimentelles Arbeiten in der Schule derzeit nur sehr eingeschränkt möglich, deshalb waren die Schülerinnen und Schüler der 8e2 kaum zu bremsen und streiften fast drei Stunden durch die Räume, um Experimente durchzuführen und zu protokollieren. Die Beobachtungen werden in den folgenden Unterrichtsstunden besprochen.

10.11.2009: Am heutigen Wandertag machte sich die Klasse 9k1 auf die Spuren der Mauer im Berliner Stadtbild. Dabei besuchte sie, geleitet von Susanne Rotter und Lars Degen, die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Ziel der Exkursion war das Arbeiten an einem Erinnerungsort, der anschauliches Lernen mit vielfältigen alltags- und biografiegeschichtlichen Bezügen ermöglicht. Einige der Schüler konnten über Teilung und Mauerfall aus der Sicht ihrer Eltern lebhaft berichten.

09.11.2009: Die Neue Influenza (vulgo: Schweinegrippe) hat nun erwartungsgemäß auch die Wald-Oberschule erreicht. In einer 8. Klasse gab es die ersten Krankheitsfälle. Die ersten beiden Erkrankten, zu denen sich im Lauf der Woche noch weitere hinzugesellten, begaben sich in ärztliche Behandlung. Die Schulleitung nahm Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt auf und wurde in der bisherigen Verfahrenspraxis vollauf bestätigt. Der Krankheitsverlauf zeigte bei den Patienten bislang keine Besonderheiten. Informationen zur Neuen Influenza sind den beiden zu Schulbeginn im Spätsommer allen Schülerinnen und Schülern ausgehändigten Infos zu entnehmen (Info für Erkrankte / Info für nicht Erkrankte). Die Schülerinnen und Schüler wurden auf Vorsorge- und Verhaltensregeln hingewiesen, zum Reinigen der Hände stehen flüssige Seife und Einweghandtücher zur Verfügung.

09.11.2009: Buchtipp zum heutigen Tag!


Die Autorin im Interview in Auszügen (Quelle):

Die DDR ist Geschichte, Kinder und Jugendliche kennen sie nur noch vom Hörensagen. Was sollten junge Menschen trotzdem über sie wissen - und warum?
 
Junge Menschen sollten die Geschichte ihres Landes kennen, und für uns gehören eben auch die Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und die Geschichte der DDR dazu. Es ist wichtig, dass junge Menschen lernen, Ereignisse kritisch zu bewerten und eine Diktatur von einer Demokratie zu unterscheiden. Zum anderen ist es wichtig für die eigene Identitätsfindung, sich mit dem Land, in dem man lebt, auseinanderzusetzen.

Ihr Buch ist reich bebildert: Alltagsgegenstände, Spielzeug, Pressebilder, Zeitungsausrisse und natürlich die Mauer gibt es zu sehen. Was waren Ihnen Bilder so wichtig für das Buch?
 
In meinen Lesungen haben mich die Kinder und Jugendlichen zum Beispiel immer wieder gefragt, wie die Mauer aussah. Da konnte ich ihnen die Abbildung in meinem Buch zeigen. Oder manche ehemaligen DDR-Bürger haben ihre Pionierausweise, Halstücher und FDJ-Blusen und damit auch einen Teil ihrer Vergangenheit, damals entsorgt. Heute ist mancher froh, wenn er seinem Kind oder Enkelkind zeigen kann, wie das damals aussah. Diese Bilder und Gegenstände sind ein Teil der Erinnerung und versuchen, die DDR zu illustrieren.

Ein Rezensent bringt das Buch auf die Formel: »Diktatur bekommt ein Gesicht, Demokratie auch«. Wenn Kinder und Jugendliche zum ersten Mal diesen Begriffen begegnen, sind es für sie zuerst leere Worthülsen, abstrakte Begriffe eben. Sie waren zehn, als die Mauer fiel. Hatten Sie damals schon ein Gefühl dafür, wie fundamental der Unterschied zwischen den beiden Staatsformen, die sich nun ablösten, war? Oder hat erst die Recherche für das Buch und die Arbeit daran die Gesichter von Diktatur und Demokratie für Sie scharf gestellt?
 
Ich glaube, dass ich als Kind schon ein Gefühl dafür hatte, das hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht, man hat schon eine gewisse Ahnung. Natürlich habe ich mich damals nicht bewusst mit Diktatur und Demokratie auseinandergesetzt, und ich habe im Alter von zehn Jahren auch noch nicht wirklich begriffen, dass da zwei deutsche Staaten mit unterschiedlichen Systemen nebeneinander existierten. Allerdings kann ich mich noch genau an die Bilder vom Herbst '89 im Fernsehen erinnern und noch heute habe ich ein komisches Gefühl im Bauch, wenn ich diese Bilder sehe. Die Wendezeit brachte sehr viel Unsicherheit mit sich. Verstanden habe ich erst später und aus meinem Gefühl ergab sich indirekt auch der Wunsch, ein Buch über das Thema DDR zu schreiben und selbst mehr zu erfahren. Für mich war es der richtige Ansatz, die Geschichte der DDR aus dem Blickwinkel des Vergleichs von Diktatur und Demokratie zu betrachten.

Dazu gibt es auch Arbeitshilfen für Lehrer!

08.11.2009: "Wir haben den 3. Preis gewonnen, verbunden mit einem Preisgeld von 200 €. Das finde ich sehr erfreulich." - so mailte Carola Hameder gleich nach der heutigen Preisverleihung. Von der Jury gibt es in der nächsten Zeit noch eine Stellungnahme zu dem Film. Der Film der Religionsschüler der 8K3 ("Das Leben der 7 Zwerge nach Schneewittchen") lief im Wettbewerb und wurde  im Block "Wettbewerbsfilme 3" am gestrigen Samstag im Thalia Kino (Potsdam-Babelsberg) gezeigt. Glückwunsch an die Filmemacher!

08.11.2009: Fast jede Woche treffen Gratis-Zeitschriften zur Berufsfindung und Studienorientierung an der Schule ein - mit manchen nützlichen Tipps. Sie liegen im Verwaltungsgebäude zum Mitnehmen, Durchblättern und Lesen aus!

08.11.2009: Eine Schülerzeitung gehört zu einer Schule wie eine Cafeteria oder ein Lehrerzimmer oder eine Theaterbühne. Vor wenigen Tagen wurde wieder einmal der Versuch unternommen, eine Schülerzeitung zu gründen. Hoffentlich hatte der (nach der Einladung zu schließen: halbherzige) Versuch Erfolg!

07.11.2009: Julia Jentsch im Interview zur Literaturverfilmung "Tannöd":

Julia Jentsch wuchs in West-Berlin auf und besuchte die Wald-Oberschule in Berlin-Westend, wo sie 1997 ihr Abitur machte. Danach erhielt sie ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Schon 1995 stand sie auf der Bühne und spielte die Orphise in "Die Lästigen" von Hugo von Hofmannsthal. Ihr erstes Theaterengagement führte sie an die Münchner Kammerspiele, wo sie von 2001 bis 2006 Ensemblemitglied war. Sie spielte dort Hauptrollen in den Theaterstücken "Antigone", "Die Nibelungen", "Die zehn Gebote" und "Othello".
Einem größeren Publikum wurde die 1,65 m große Schauspielerin durch die weibliche Hauptrolle in dem Film "Die fetten Jahre sind vorbei" bekannt, der als deutscher Beitrag beim Internationalen Filmfestival in Cannes 2004 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde. 2005 erhielt Julia Jentsch für ihre Darstellung der stillen, ernsthaften, aber willensstarken Widerstandskämpferin Sophie Scholl in Marc Rothemunds kammerspielartigem Drama "Sophie Scholl – Die letzten Tage" auf der Berlinale den Silbernen Bären als beste Schauspielerin, den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin und den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin. Der Film wurde zudem für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert.

07.11.2009: Noch ein Waldschüler von Format: Martin Woelffer

Die Komödie am Kurfürstendamm ist 85 Jahre alt – das Jubliläum wird aber erst 2010 richtig begangen.

Auf den 85. Geburtstag der Komödie am Kurfürstendamm will Intendant Martin Woelffer am Sonntag nur „kurz mit den Mitarbeitern anstoßen“, das Publikum wird vom Jubiläum wohl noch nichts bemerken. Dafür aber folgt 2010 ein Jubiläumsjahr mit besonderen Aufführungen und einer Gala. Am 1. November 1924 hatte Max Reinhardt das vom berühmten Theaterarchitekten Oskar Kaufmann gestaltete Haus mit Carlo Goldonis „Diener zweier Herren“ eröffnet, unter den Gästen waren Reichskanzler Wilhelm Marx und Außenminister Gustav Stresemann.

Derzeit spielen Herbert Herrmann und Nora von Collande das Stück „Vier linke Hände“. Für 2010 verspricht die Komödie „eine Mischung aus Hits und Neuem“. So kommt „Pension Schöller“ – laut Woelffer „einer unserer größten Erfolge“ – wieder auf die Bühne. Auch Katharina Thalbachs „Wie es euch gefällt“-Inszenierung kehrt zurück. Zu den neuen Stücken gehört eine Dramatisierung von Daniel Glattauers Liebesroman „Gut gegen Nordwind“.

Woelffer leitet auch das benachbarte, 1921 eröffnete Theater am Kurfürstendamm. Beide Bühnen gerieten seit Jahren immer wieder durch den drohenden Abriss in die Schlagzeilen. Jetzt aber sagt der Intendant: „Den 85. Geburtstag der Komödie kann ich deutlich entspannter feiern als den 80.“ Denn mit dem irischen Investor Ballymore, der das Ku’damm-Karree 2008 erwarb, haben er und sein Vater Jürgen sich geeinigt. Wenigstens eine Bühne soll im Originalzustand erhalten bleiben – vermutlich die Komödie. Offen ist noch, ob der Saal im Parterre bleibt oder in die erste Etage verlagert wird. Erst Mitte Dezember will Stararchitekt David Chipperfield, der die Umbauplanung für das Ku’damm-Karree übernommen hat, Details vorstellen.

In den 50er Jahren waren die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm durch Auftritte von Curt Goetz, Rudolf Platte und Victor de Kowa berühmt geworden. Auch später blieb die Reihe bekannter Schauspieler lang – darunter Brigitte Grothum, Edith Hancke, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann, Johannes Heesters, Katja Riemann und Otto Sander.

Martin Woelffer, der die Theater einst gar nicht übernehmen wollte und lieber als freier Regisseur unterwegs war, führt die Bühnen seit 2004 in dritter Generation. Ihm gelang es, mit moderneren Stücken mehr junge Gäste anzulocken. Zum Familienbetrieb gehören auch die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und die Komödie Dresden. Stolz ist der Intendant darauf, dass der Senat die Komödie am Ku’damm 2010 erstmals mit 330 000 Euro fördern will. Eine Fachjury befand, die Produktionen seien „am Puls der Zeit“.
Cay Dobberke
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.10.2009)

07.11.2009: Berlins Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern steht ein breites Angebot an Möglichkeiten eines aktiven Gedenkens an die Ereignisse der Pogromnacht und des Mauerfalls - beide als zentrale Themen des deutschen "9. Novembers" - zur Verfügung.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat die weiterführenden Schulen zuletzt im September in einem Schreiben aufgerufen, sich anlässlich des 9. Novembers verstärkt mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinander zu setzen. Neben der Gestaltung von Projekttagen um und zu dem 9. November fordert Zöllner Lehrerinnen und Lehrer auf, mit ihren Schülern die einzigartigen Angebote Berlins, von Gedenkstätten bis hinzu Gesprächen mit Zeitzeugen zu nutzen.
Zöllner wörtlich: "In Berlin ist der 9. November wie an keinem anderen Ort Deutschlands Teil der Biografie einer ganzen Stadt und der Menschen, die in ihr leben. Berlin verfügt über eine unvergleichliche Dichte und Tiefe an Möglichkeiten für aktives Erinnern und historisches Lernen. Es ist an uns - besonders aber an Pädagogen und Wissenschaftlern -, der erwachsenen Generation dieses Erbe für die nächste Generation erfahrbar zu machen und zu erhalten."

Schulleiter Wolfgang Ismer hat die Klassen- und Fachlehrer erst kürzlich auf den 9. November als historisches Datum hingewiesen, das durch inner- und außerschulische Aktivitäten thematisiert und gewürdigt werden solle.

In relativer Nähe der Wald-Oberschule haben die Hugo-Gaudig-Realschule und das Gottfried-Keller-Gymnasiums anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht zu einem Schweigemarsch unter dem Motto "Junge Menschen nehmen Stellung gegen Antisemitismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit" zum Mahnmal "Gleis 17" im S-Bahnhof Grunewald aufrufen. Im Anschluss an den Schweigemarsch werden u.a. Isaak Behar, Gemeindeältester der jüdischen Gemeinde zu Berlin und Herr Norbert Seitz, Leiter der Abteilung für Grundsatzfragen der Innenpolitik vom Bundesinnenministerium sprechen.

06.11.2009: Die Grundsteinlegung des naturwissenschaftlichen Gebäudetrakts steht bevor, der bereits bestehende Trakt wurde völlig entkernt. Bislang wurden neue Zwischenwände gezogen, die Heizung erneuert, Fenster gestrichen, kilometerlang Leitungen verlegt für alle Zu- und Abflüsse, die in naturwissenschaftlich genutzten Räumen nötig sind.

Ein Blick in die Pläne läßt deutlich mehr Platz erwarten.

06.11.2009: Schüleraustausch 2010/2011: Jetzt informieren
Wer das Schuljahr 2010/2011 in den USA oder anderswo verbringen möchte, sollte sich jetzt informieren. Rund 50 Anbieter stehen zur Auswahl und viele haben bereits im Herbst Bewerbungsschluss. Zahlreiche Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu sammeln. Die Internetseite http://www.schueleraustausch.de gibt Hinweise auf Vorträge und Messen in ganz Deutschland.

06.11.2009: Jugend testet
Jetzt anmelden und mitmachen! Welcher Textmarker ist am ergiebigsten, welches Girokonto ist besonders jugendfreundlich und welches Haargel hält dem stärksten Sturm stand? Zum inzwischen 16. Mal können Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren beim Wettbewerb "Jugend testet" Fragen wie diese untersuchen. Teilgenommen werden kann einzeln, in Gruppen oder mit der Klasse. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 9.000 Euro. Weitere Infos und Online-Anmeldungen bis zum 30. November unter http://www.jugend-testet.de

05.11.2009: Die Teilnehmer des Leistungskurses Latein halten sich mit ihrer Lehrerin S. Knobelsdorf gerade für ein paar Tage in Athen auf, an dem Ort, von dem so viele Impulse für all die Wissenschaftsbereiche gekommen sind, mit denen sich das Fach Latein beschäftigt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gehörte schon in der Antike ein Aufenthalt in Athen zum Pflichtprogramm in Sachen Bildung. Natürlich steht die Akropolis, die Agora, der Kerameikos-Friedhof und vieles mehr auf dem Programm, ganz sicher aber das erst kürzlich eröffnete Akropolismuseum.

03.11.2009, 15.30 Uhr in Raum 08 des Oberstufengebäudes: Fachkonferenz Geschichte / Politikwissenschaft

27.10.2009: Beim 2. JIM Filmfestival Brandenburg vom 6. bis 8. November 2009 werden auch zwei Filme gezeigt, die an der Wald-Oberschule, betreut von Carola Hameder, entstanden sind. Der Film der Religionsschüler der 8K3 ("Das Leben der 7 Zwerge nach Schneewittchen") wird im Wettbewerb laufen. Er wird  im Block "Wettbewerbsfilme 3" am Samstag, den 7.11.2009, zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr im Thalia Kino (Potsdam-Babelsberg) gezeigt. Viele Zuschauer aus der Schülerschaft wären erwünscht, gerne auch mit Eltern, denn im Kino gibt es Platz für über 300 Zuschauer. Die Eintrittspreise für diesen Block betragen 5€ für Erwachsene, ermäßigt 2€.
Auch der noch an manchen Stellen zu perfektionierende Waldschulfilm wurde von Carola Hameder eingereicht, er läuft (nach letztem Stand) nicht im Wettbewerb, aber im Rahmenprogramm.


Fortsetzung des Rückblicks zum Schuljahr 2008/2009

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