Abiturrede 2001 - gehalten von Birgit Hermann


Liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten,

sehr geehrte Eltern und Angehörige,

liebe Freunde der Wald- Oberschule,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute ist ein Abschied zu feiern. Zu feiern ist Ihr Abschied, der alljährliche Abschied der Abiturienten.

Wenn man gebeten wird, die Rede zur Abi – Feier zu halten, dann geht einem die Frage durch den Kopf, was wollen die, die mich gebeten haben, von mir hören? Genau genommen kennen wir - die Schüler und ich – uns ja gar nicht besonders, es sind mal gerade eben knapp drei Jahre Waldschulerfahrung, auf die ich zurückblicken kann, und nicht alle Abiturienten, die heute hier versammelt sind, haben an meinem Unterricht teilgenommen. Und wenn man dann noch die Fächer Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde unterrichtet, also gänzlich unwichtige Fächer, die sich bloß mit der Erklärung der Welt im Großen und der Seele im Kleinen befassen und ein bisschen Ästhetik und Schönes beinhalten, also wenig Handfestes für die neue Informationsgesellschaft und den multimedialen und technisierten Menschen überhaupt, dann verwundert es schon.

Aber vielleicht mag es ja auch etwas Klärung und etwas Wegweisung sein, was da erwartet wird. Und natürlich ein paar Anekdötchen, Geschichten aus meinem wilden Leben und Sprüche einer Literaturbegeisterten, die diese Sache genauer treffen als unterkühlte Analysen.

Wer weiß?

Ich bin mit meinen 159,5 cm keine große Rednerin und meine Stimmgewaltigkeit hält sich auch in Grenzen. Doch ich lasse es auf einen Versuch ankommen. Herausforderung ist das halbe Leben und ich nehme sie an. Es wäre ja auch wenig beispielhaft abzulehnen, wo Sie doch ständig den Forderungen der Lehrer der Wald- Oberschule ausgesetzt waren und diese auch entsprechend oft angenommen haben.

Außerdem haben wir etwas Gemeinsames: Mein erstes Schuljahr an dieser Schule war Ihr erstes Jahr in der 11. Klasse, in der Sie sich die Entrittskarte für die Oberstufe verdienten.

Das Ziel, das Sie sich setzten, als Sie sich entschieden, zu uns in die Wald- Oberschule zu kommen, hieß Abitur oder auch Reifezeugnis. Da drängt sich mir doch die Frage auf, wann ist ein Mensch reif?

In der AV – Abitur, einer ganz besonders wichtigen Richtlinie für die Hand des Lehrers, steht dazu: Reif ist ein Mensch, wenn er zur Abiturprüfung zugelassen in seinen vier Prüfungsfächern zusammen 100 Punkte, darüber hinaus in einem Leistungsfach und einem weiteren Fach wenigstens je 25 Punkte erwirbt.

Toll, werden die Mathematiker jetzt sagen, das ist konkret, konkreter geht es nicht und auch diejenigen unter Ihnen, die nicht die Kaiserkombination (Leistungskurse Mathematik und Physik gewählt hatten), begannen kurz vor dem Abitur eifrig zu rechnen, mit mehr oder weniger Erfolg.

Ich muss dieses mathematische Reifezeugnis akzeptieren, aber viel besser gefällt mir Alexander von Humboldts Definition: Der Schüler ist reif, wenn er so viel gelernt hat, dass er für sich selbst zu lernen imstande ist.

Diese Worte denke ich, haben ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren. Auch wenn sich das der Menschheit zur Verfügung stehende Wissen vergrößert hat und sich zum Teil auch schnell überholt. Im Bereich der Informatik redet man von einer Halbwertzeit des Wissens von deutlich unter fünf Jahren. Deswegen wird es immer schwieriger, Allgemeinbildung und Schulbildung an inhaltlichen Kriterien zu definieren. Oft hat man der Schule, besonders dem Gymnasium, Lebensferne der Unterrichtsgegenstände vorgeworfen; dies zeigt sich, wenn der Abiturient beim Fleischer in bestem Oxfordenglisch einen Vektor Wurst verlangt, und dann noch in der Lage ist, die wahrscheinlich unwillige Reaktion des Verkäufers unter dem Aspekt Merkmale der gestörten Kommunikation zu analysieren. Also, wenn es nicht das Wissen ist, was für das Leben so wichtig ist, dann bleiben sozusagen nur noch die inneren Werte. Wie steht es mit dem Musentempel der Schule als heiliger Stätte der Bildung, über der doch oft das humanistische Schulmotto Wissenserwerb, Tätigsein für das Gemeinwohl und Menschenliebe schwebt?

Ist Bildung wirklich Vektorrechnung und Kommunikationstheorie, Sprachunterricht und Biologie? Lässt sich Bildung so einfach in Fächer zergliedern?

Wie auch immer:

Bildung hat etwas mit Menschentum zu tun.

Anschauungen über die Welt,

darüber, wie man mit ihr umgeht,

ihr gegenübertritt und Kenntnissen,

wie man sich weitere Erkenntnisse verschafft,

mit Informationen umgeht.

Kurzum: Bildung ist Erziehung zum Denken.

Vor diesem Hintergrund müssen wir Pädagogen uns fragen, ob unsere Schüler in Studium und Berufsleben vernünftig Fuß fassen können. Maßstab dafür kann das Reifezeugnis sein. Hinter jedem Durchschnitt, hinter jeder Zensur steht Anstrengung, Mühsal, aber auch Freude am Erreichten, Freude, etwas gelernt zu haben.

Vier Abiturienten unserer Schule, haben es geschafft ein Abitur unter 2.0 abzulegen. Das beste Abitur mit einem Durchschnitt von 1,7 legte Melanie Krämer ab, danach folgen mit 1,8 Matthias Schmeißer, mit 1,9; David Seichter und Uda Puzig .

Aber wie gesagt, hinter jeder von Ihnen erreichten Abiturnote liegen in der Regel Fleiß und Mühe und allen, die heute ihr Reifezeugnis erhalten, sei herzlich gratuliert zu diesem persönlichen Erfolg.

Ein Dankeschön auch auf diesem Wege an Ihre Eltern, die sie unterstützten, moralisch, geistig und materiell. Die sich in den Elternversammlungen informierten und sich in den Gremien der Schule für ein höheres Bildungsniveau einsetzten. Sie haben Ihren Kindern einen Weg geebnet und ermöglicht, der eine gute Ausgangsposition für eine selbständige Zukunft bedeutet.

Das war mitunter auch Schwerstarbeit.

Festmachen möchte ich dies an einer ganz kleinen, aber für mich selbst sehr eindrucksvollen Episode.

Es war am Ende des ersten Prüfungstages, ich hatte das Schulgelände schon verlassen, blickte mich noch einmal um und sah einen Vater auf seinen Sohn zu eilen, der vor wenigen Minuten noch in der Deutschprüfung schwitzte. Der freudige Schritt des Jungen auf den Vater zu signalisierte das Erfolgserlebnis, die bestandene Prüfung. Glücklich und erleichtert fielen sich Vater und Sohn in die Arme. Geschafft! Das Daumendrücken hatte geholfen. In diesem Moment wurde mir bewusst, in der Prüfung und im Vorfeld hatte ich daran überhaupt nie gedacht, was familiäre Geborgenheit und Zuwendung für Sie in diesen Bewährungssituationen bedeutet.

Mich hat das sehr beeindruckt.

In Vorbereitung auf diese Schulentlassungsfeier habe ich ein wenig in Ihrer Vergangenheit gekramt und bin geneigt Erinnerungen in Ihnen wachzurufen.

!994 im Herbst gab es vier neue siebente Klassen an der Wald- Oberschule, betreut von Herrn Reble, Frau Burkhardt, Frau Arnold und Frau Feiten. Statistisch gesehen reihten Sie sich in die Zahl von 690 Schülern ein, 297 Mädchen und 393 Jungen. Ihre Beweggründe,

Unter den Bäumen zur Schule zu gehen, waren ganz mannigfaltiger Natur. Einige hatten sich diese Schule gewählt, weil, ich zitiere:

Man sich so gut darin verstecken kann. Das war kein Witz, sondern eine ernsthafte Antwort auf meine Frage gewesen.

- weil die Lehrer einen freundlichen Eindruck machen

- weil die Schule einen guten Ruf hat

- weil meine Geschwister auch schon hier lernen

- weil ich schon in der Wald- Grundschule war.

Ich könnte weitere Argumente anführen, will es dabei aber bewenden lassen. Ich glaube es genügt auch. Sie waren motiviert und Willens, sich in die neue Umgebung und an die Anforderungen zu gewöhnen. Neuen Anforderungen stellte sich in Ihrem ersten Schuljahr auch Herr Schäfer, der genau am 22. Dezember 1994, zum Pädagogischen Koordinator gewählt wurde und am 15. März 1995 wurde Frau Möbius die neue Vorsitzende des Freundeskreises der WOS.

Warum erwähne ich es heute?

Ich will darauf aufmerksam machen, dass Schule auch immer ein Zusammenspiel von Lehrern, Eltern und Schülern ist. An dieser Stelle sei ein Dank an die Klassenleiter gerichtet, die Sie in der Sekundarstufe I betreuten, neben der Wissensvermittlung auch Ihre Erziehung nicht aus den Augen verloren und Wandertage, Klassenreisen und Kursfahrten für Sie und mit Ihnen organisierten.

So wanderten Sie durch das Elbsandsteingebirge, später ging es nach Pieros, Cuxhaven, zum Skifahren nach Obertauern und in der Oberstufe nach Griechenland, Prag, Barcelona, München, Weimar und zur Expo nach Hannover. Inzwischen wurden aus den vier Klassen durch Zusammenlegung drei Klassen und Herr Dr. Kappel, Herr Reble und Frau Wittenburg standen Ihnen tatkräftig im Schulalltag zur Seite. In der Oberstufe konnten Sie nicht nur die Fehlzettel, sondern auch Ihre Probleme und Sorgen den Tutoren anvertrauen. Frau Hornung, Herr Ismer, Frau Fischer, Herr Mägdefrau, Herr Kühne hatten dafür ein offenes Ohr. Für die Kurswahl und die Wahl der Prüfungsfächer stand Ihnen Herr Peche zur Seite. Überhaupt, die Schulleitung, in der 12. Jahrgangsstufe verabschiedeten Sie Herrn Reutlinger und erlebten auch die Wahl des neuen Schulleiters Herr Ismer, der so neu für Sie gar nicht war, sondern mit Umsicht und notwendiger Strenge dafür sorgte, dass Schule auch ein Ort der Geborgenheit sein kann. Wenn Sie sich an Ihre Schulzeit zurückerinnern, werden Sie bestimmt auch gern an die Blütenfeste denken, die Theateraufführungen und Exkursionen im Rahmen einzelner Kurse, so wie die erstmals stattgefundene Faschingsparty. Dass dies Erfolge wurden, verdanken wir besonders Carl Liebegall, der ganz unermüdlich als guter Geist der Schule wirkte. Unser Dank gilt auch den Schülern, die in der SV neue Ideen einbrachten und für das Schulleben umsetzten, stellvertretend seien hier Jan Hinnerk Rauhut, Sebastian Paul, Benjamin Preisler, Sophie Kubisch und Verena Kruse genannt .Ihr musikalisches Talent offenbarten in der aktuellsten Musicalaufführung Julia Helms, Susanna Piepenhagen, Franziska Lent, Manja Mildner, Paula Deus, Nils Hartmann, Katja Rohner, Fabian und Carl Liebegall, Uda Puzig und Verena Kruse und für die Maske zeichnete Juliane Riediger verantwortlich.

Ich nenne hier diese Namen, weil es gar nicht so selbstverständlich ist, gerade im 13. Schuljahr, im sogenannten Abistress, sich noch für das Gemeinwohl zu engagieren.

Und fast alle, wenn auch nicht immer pünktlich, sind tatsächlich morgens in die Schule gekommen, um wieder mal etwas Neues zu lernen, durchaus keine Selbstverständlichkeit. In vielen Stunden haben Sie gezeigt: Sie wollen tatsächlich etwas wissen, durchaus etwas Besonderes, wofür Sie Lob verdient und hoffentlich auch in ausreichender Weise auf Ihrem Punktekonto gutgeschrieben bekommen haben.

Aber und das sage ich nach meinem persönlichen Eindruck, waren Sie auch ein besonders der Zuwendung bedürftiger Jahrgang. Ihr Weg war nicht die Rebellion, der Konflikt, sondern die beharrliche Bitte um Zuwendung, um Aufmerksamkeit, um Freundlichkeit. Das hat mich sehr bewegt und zum anderen wurde mir dabei auch immer wieder bewusst, dass Lehrer wohl der schönste Beruf ist, den es gibt.

Zu dieser Überzeugung brachte mich vor allem die Arbeit mit meinem Leistungskurs Deutsch, dem Grundkurs Deutsch und dem PW – Grundkurs.

Und meine Damen und Herren gestatten Sie mir an dieser Stelle einige ganz persönliche Worte an diese Schüler, wobei ich denke dass auch der eine oder andere meiner Kolleginnen und Kollegen gleiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ihren Kursen machen konnte. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in der Zusammenarbeit mit Ihnen. Wir lernten stilvoll und kultiviert miteinander zu diskutieren. Neben ganz persönlichen Erfahrungen, den Geschichten, welche die Regionalbahn schrieb, fanden wir immer zum Thema zurück, bestimmt von dem Motto: ...dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält. Richtig, Goethe Faust I, mit stoischer Ruhe und Ausdauer ertrugen Sie meine Goethe- Begeisterung, ließen sich literarische Wanderungen durch Weimar und den Harz erklären und beschreiben und arbeiteten begeistert mit.

Auch die Lesestunden, die mir mein langer Arbeitsweg bescherte, wirkten sich dahingehend aus, dass neue Unterrichtseinheiten entstanden, Sie und ich Neuland beschritten und dazu führte, dass Sie Freude an der ausgewählten Lektüre empfanden.

Sie scheuten auch nicht im kalten Dezember den Weg nach Erkner in die Gerhart- Hauptmann- Gedenkstätte.

Und meine Damen und Herren vom Grundkurs Deutsch, die 8. Stunde montags war mir die liebste oder doch lieber der Donnerstag, wo ich nur Deutschkursunterricht hatte ?

Egal, ich werde Sie auf alle Fälle vermissen. An dieser Stelle sei auch den Schüler gedankt, die mir bei der Bibliotheksarbeit halfen und diese auch kräftig nutzten.

Bei der Vorbereitung auf meine Rede habe ich natürlich auch im Internet geblättert – das geht an unserer Schule ganz einwandfrei – und es gibt auch hilfsbereite Schüler, die Deutschlehrerinnen dabei nicht im Stich lassen.

Auf der Website eines gewissen Archimedes von Syrakus habe ich gefunden:

Gebt mir einen Platz, wo ich stehen kann, und ich werde die Erde bewegen.

Wohlgemerkt: stehen, nicht im Fernsehsessel sitzen, mit einem Bierchen daneben und Chips im Mund. Archimedes meint mit seinem Platz definitiv keinen Zuschauerplatz. Dieser Typ ist keine von den Couch potatoes, die schon Kartoffelform angenommen haben, weil sie beim Glotzen in Bildschirme und Monitore auf ihrem Sitz festgeklebt sind. Eher jemand, von dem der Sozialwissenschaftler Oskar Negt sagt:

...er ist eigensinnig,

auf autonome Urteilsfähigkeit und eigentümliche Lebensstile bedacht, die rebellische Elemente enthalten. So können Menschen dieses Typs große Opfer bringen, aus keinen anderen Gründen, als dem Gefühl, dass politische Machtverhältnisse gestört sind oder soziale Gerechtigkeit verletzt ist...

Vieler solcher jungen Menschen wünsche ich mir.

Und ich glaube auch, dass Sie diese Chance für sich nutzen werden.

Ich glaube: Die Menschheit hat noch nie so risikoreiche, aber auch so chancenreiche Jahre erlebt, wie die, die Sie mitgestalten werden. Wenn die Schatztruhe geöffnet wird, die Sie in der 8. Klasse gefüllt haben, werden Sie vielleicht schon auf einige weitere Errungenschaften in Ihrer Laufbahn zurückgreifen können.

In einem Deutsch – Lesebuch habe ich einen Text aus der Romantik gefunden. Er schildert, wie ein alter Vater, der gerade von der Französischen Revolution gehört hat, zu seinen Söhnen spricht: Kinder, ihr seid zu beneiden, welch eine schöne, glückliche Zeit liegt vor euch! Wenn es euch nicht gelingt, euch eine freie unabhängige Stellung zu sichern, dann liegt die Schuld an euch. Alle einengenden Verhältnisse des Standes, der Armut, werden verschwinden. Dass ich jung wäre, wie ihr! Aber meine Kräfte sind gelähmt, mich haben allenthalben unsinnige Schranken gehemmt, die für euch nicht sein werden. Elende, stumpfsinnige Knaben werde ich euch schelten, wenn die mächtige Begeisterung der Zeit euch nicht zu ergreifen vermag.

Daraus ergibt sich nun auch die Frage, was bringt Ihnen die Zukunft?

Sie bringt Ihnen wohl nichts, aber wenn Sie hingehen, wird es dort manches zu holen geben.

Was brauchen Sie, um die Zukunft bestehen zu können?

Ich denke, das erste, dass Sie in dieser Welt brauchen werden, das werden gute Freunde sein. Ein Freund ist jemand, der auch dann zu einem hält, wenn man im Unrecht ist, alles andere sind nur gute Bekannte, man braucht sie auch, aber sie Freunde zu nennen, hieße, dann kein Wort mehr zu haben für die, die auch unter Risiko zu einem halten. Sie werden Menschen brauchen, mit denen Sie über alles, was Sie erleben, was Sie drückt, sprechen können. Sie werden Menschen brauchen, mit denen gemeinsam Sie sich in den unübersichtlichen Verhältnissen von Gegenwart und Zukunft orientieren. Sie werden die Welt, in der Sie leben werden, immer wieder neu buchstabieren müssen, Ihren eigenen Ort in Verhältnissen, die sich ständig ändern. Und Sie werden lernen, die von oben nach unten zielende Kampfsprache zu dechiffrieren. Das wird mühsam sein, das kann man nicht allein. Und Sie werden persönlichen, ganz persönlichen Zuspruch brauchen. Du bist ein Mensch, der schon allein deshalb wert ist, geliebt und geachtet zu werden“, das ist ein Satz, den man sich nicht selbst sagen kann, wenn man auf ihn bauen können will, das muss einem ein anderer sagen. Sie werden diesen Zuspruch brauchen, weil an Sie aus der Not, sich in dieser Zeit zu orientieren, der Anspruch gestellt werden wird, dieses anderen zu sagen: „ Du bist ein Mensch, Dich liebe ich, Dich achte ich!

Achten Sie darauf, pflegen Sie Freundschaften, trennen Sie sich nicht von den anderen, auch dann nicht, wenn die anderen sich anders entwickeln, als Sie selbst es als richtig ansehen. Laufen Sie nach dem heutigen Abend nicht einfach auseinander, bleiben Sie in Ihren Freundeskreisen zusammen. Und für ein späteres Treffen Ihres Jahrgangs gibt es unser schönes Atrium. Seien Sie sich sicher, alle guten Wünsche Ihrer Eltern und Ihrer Lehrerinnen und Lehrer begleiten Sie.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Birgit Hermann

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